27/5/2026

Über MBus protokoll

Die Vorteile von M-Bus bei der Unterzählung sind sein standardisiertes Protokoll, selbstbeschreibende Werte, geringer Stromverbrauch sowie einfache Konfiguration und Installation.

M-Bus steht für „Meter-Bus“ und ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll zur Fernauslesung und Verwaltung von Zählern und Sensoren.

Das Protokoll wird hauptsächlich in Energie- und Wassermesssystemen eingesetzt, wo es eine effiziente und zuverlässige Kommunikation zwischen verschiedenen Zählertypen und Datenerfassungseinheiten ermöglicht.

M-Bus ist eine Kommunikationstechnologie, die zur Messung und Fernauslesung von beispielsweise Strom, Wasser, Wärme und Temperatur eingesetzt wird.

Optimal für die Unterzählung

Das M-Bus-Protokoll ist stabil, klar und liefert sehr detaillierte Informationen. Dies kann jedoch dazu führen, dass M-Bus im Vergleich zu anderen Technologien als langsam empfunden wird. M-Bus eignet sich daher am besten für Messwerte, die mit geringerer Auflösung gesendet werden können, z. B. viertelstündlich, stündlich oder täglich. Für die Abrechnung von z. B. Wasserverbrauch oder Strom ist dies jedoch oft mehr als ausreichend.

Offenes standardisiertes Protokoll

M-Bus ist ein standardisiertes offenes Protokoll, das 1991 für die Zählererfassung im städtischen Umfeld entwickelt wurde, heute aber hauptsächlich für die Erfassung von Unterzählungen in Gebäuden eingesetzt wird. Trotz seines Alters und des starken Wettbewerbs durch neue Technologien ist M-Bus eine der gängigsten Methoden zur Zählerauslesung.

Kabelgebunden und drahtlos

M-Bus ist in zwei Ausführungen erhältlich: kabelgebunden und drahtlos. Drahtloses M-Bus teilt viele Vorteile des kabelgebundenen M-Bus, jedoch mit dem Unterschied, dass teure Kabelinstallationen vermieden werden. In unserer Artikelserie über M-Bus werden wir in einem späteren Beitrag tiefer auf drahtloses M-Bus eingehen.

Smart Data Gateway / M-Bus Master

Eine kabelgebundene Installation wird von einem M-Bus-Master betrieben und gesteuert, und da der M-Bus-Master die Zähler (oder Lasten, wie sie in der M-Bus-Terminologie genannt werden) mit Strom versorgt, ist die Anzahl der Geräte am Strang aufgrund der Stromversorgung begrenzt.

Der M-Bus-Master ist in verschiedenen Größen erhältlich, und üblicherweise können 256 Zähler (Lasten) angeschlossen werden, die jedoch mit Extendern erweitert werden können, um mehr Geräte zu erfassen.

Reibungslose Installation mit M-Bus

M-Bus kombiniert Kommunikation und Stromversorgung in zwei Leitern. Da Installationen unterschiedlich aussehen können und es schwierig sein kann, vormontierte Stecker durch Elektroinstallationsrohre zu ziehen, ist kein Standardstecker spezifiziert. Die Leiter sind zudem „polaritätsunabhängig“, was bedeutet, dass der Installateur nicht auf Plus oder Minus achten muss – mit anderen Worten, es spielt keine Rolle, wie die beiden Leiter angeschlossen werden. Die Verlegung und der Anschluss der Kabel sind ebenfalls flexibel und können daher sowohl in einer Stern- als auch in einer Bus-Struktur erfolgen. Typischerweise kann eine Verkabelung für 256 Zähler verwendet werden.

Eindeutige Identifizierung für jeden Zähler

Ein häufiges Problem in Netzwerken ist die Adressierung von Zählern. M-Bus bietet zwei Adressierungsmöglichkeiten: primäre und sekundäre Adressierung.

Primäre Adressierung

Bei der primären Adressierung wird eine Zahl zwischen 1 und 250 verwendet, die auch am Strang eindeutig sein muss. Daher muss die primäre Adresse jedes Zählers bei der Installation manuell eingestellt werden.

Sekundäre Adressierung

Bei der Sekundäradressierung wird stattdessen eine auf dem Zähler vorgedruckte 8-stellige Nummer verwendet, die meistens mit der Zählernummer identisch ist. Diese Methode erfordert keine manuelle Konfiguration und birgt daher ein geringeres Fehlerrisiko.

Eine Sekundäradresse ist in den allermeisten Installationen einzigartig, es besteht jedoch immer noch ein geringes Risiko, dass zwei Zähler unterschiedlicher Hersteller mit derselben Sekundäradresse geliefert werden. Aus diesem Grund wird im M-Bus zusätzlich zur Sekundäradresse auch eine international eindeutige Identifikation verwendet.

Die eindeutige Identifikation besteht aus dem dreistelligen Herstellercode des Zählers, dem Zählertyp, der Zählergeneration und der Sekundäradresse. Ein Beispiel für eine eindeutige Identifikation für einen Stromzähler von ABB könnte wie folgt aussehen: ABB-12345678-Stromzähler-Generation:1.

M-Bus ist selbstbeschreibend

Ein großer Vorteil von M-Bus gegenüber anderen Protokollen ist, dass die im M-Bus gesendeten Werte selbstbeschreibend sind. Für jeden vom Zähler gesendeten Wert gibt der Zähler selbst an, um welche Größe und Einheit es sich handelt. Der Vorteil dabei ist, dass für jeden neuen Zähler, der erfasst werden soll, kein neuer Treiber benötigt wird. Leider gibt es hierbei Einschränkungen bei komplexeren Zählern und Werten, aber darauf werden wir später in unserer Artikelserie zurückkommen.

Zusammenfassung:

  • Standardisiertes Protokoll – M-Bus ist ein standardisiertes Protokoll, das für die Kommunikation zwischen Zählern und Datenloggern verwendet wird. Dadurch können Zähler und Datenlogger verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren, was die Systemintegration vereinfacht.
  • Selbstbeschreibende Werte
– Im M-Bus gesendete Werte sind selbstbeschreibend, was bedeutet, dass der Zähler für jeden gesendeten Wert selbst angibt, um welche Größe und Einheit es sich handelt. Dies erleichtert die Interpretation der Messdaten.
  • Geringer Stromverbrauch – M-Bus ist auf einen geringen Stromverbrauch ausgelegt, was es zu einer idealen Lösung für die drahtlose Ablesung von Unterzählern macht. Dies bedeutet, dass batteriebetriebene Zähler viele Jahre lang halten können.
  • Einfache Installation – Die Installation von M-Bus-basierten Zählern ist relativ einfach und erfordert in der Regel keine speziellen Werkzeuge oder Fachkenntnisse.