Da Immobilien zunehmend digitalisiert werden, steigt der Bedarf, Messdaten von Strom-, Wasser-, Wärme- und Energiemessgeräten einfach und kostengünstig zu erfassen. Eine der am häufigsten verwendeten Technologien hierfür in Europa ist Wireless M-Bus.
Doch was genau ist Wireless M-Bus, wie funktioniert die Technologie und warum wird sie in so vielen Immobilien eingesetzt?
Wireless M-Bus (Wireless Meter-Bus) ist ein offener europäischer Standard für die drahtlose Kommunikation zwischen Zählern und Erfassungssystemen. Der Standard basiert auf der bekannten M-Bus-Technologie, nutzt jedoch Funk anstelle von Kabel.
Die Technologie wurde speziell entwickelt, um die sichere und energieeffiziente Erfassung von Messwerten zu ermöglichen von:
Wireless M-Bus ist heute ein zentraler Bestandteil des OMS (Open Metering System), das es ermöglicht, Produkte verschiedener Hersteller im selben System zu kombinieren.
Das Prinzip ist einfach.
Der Zähler erfasst kontinuierlich Verbrauchsdaten und sendet regelmäßig Datenpakete per Funk. Diese Signale werden von einem Gateway oder Empfänger empfangen, der die Informationen an übergeordnete Systeme weiterleitet, beispielsweise für:
Da die Kommunikation drahtlos erfolgt, wird kein Kommunikationskabel zwischen dem Zähler und dem Erfassungssystem benötigt.
Das macht die Installation schneller, kostengünstiger und flexibler im Vergleich zu herkömmlichen kabelgebundenen Lösungen.
In Europa nutzt Wireless M-Bus hauptsächlich das 868-MHz-Band.
Die relativ niedrige Frequenz bietet mehrere Vorteile:
Die Technologie ist darauf optimiert, dass batteriebetriebene Zähler viele Jahre lang ohne Batteriewechsel funktionieren können.
Wireless M-Bus umfasst mehrere verschiedene Kommunikationsmodi, sogenannte "Modes".
Die gängigsten sind:
Der Zähler sendet Daten in regelmäßigen Abständen, ohne auf eine Antwort zu warten.
Vorteile:
Üblich für Wasser- und Wärmezähler.
Ähnlich wie T1, jedoch mit etwas höherer Leistung und Robustheit.
Vorteile:
Üblich bei neueren Zählern.
Wird in bestimmten festen Netzwerken verwendet, wo eine bidirektionale Kommunikation erforderlich ist.
Da Messwerte sensible Informationen enthalten können, ist Sicherheit ein wichtiger Bestandteil von Wireless M-Bus.
Moderne Systeme verwenden typischerweise:
Dies stellt sicher, dass nur autorisierte Systeme Messdaten lesen können.
Die häufigste Frage zum Thema Wireless M-Bus betrifft die Reichweite.
Es gibt keine genaue Antwort, da das Ergebnis beeinflusst wird durch:
Als allgemeine Richtlinie gilt:
In größeren Gebäuden werden oft Repeater oder zusätzliche Empfänger eingesetzt, um eine vollständige Abdeckung zu gewährleisten.
Wireless M-Bus hat sich in der Immobilienbranche dank mehrerer Vorteile als Standard etabliert:
Es muss kein Kommunikationskabel zwischen Zähler und Erfassungssystem verlegt werden.
Der Gebäudeeigentümer vermeidet die Bindung an einen bestimmten Anbieter.
Neue Zähler können einfach hinzugefügt werden, wenn das Gebäude erweitert wird.
Viele Zähler können über 10 Jahre lang mit derselben Batterie betrieben werden.
Die Technologie ist in Europa weit verbreitet und wird von einer Vielzahl von Herstellern unterstützt.
MIVO Connect wurde entwickelt, um Daten von Wireless M-Bus-Zählern und -Sensoren verschiedener Hersteller zu erfassen.
Durch die Unterstützung offener Standards wie Wireless M-Bus, M-Bus und Modbus können Daten einfach weitergeleitet werden an:
Dies gibt Gebäudeeigentümern die Freiheit, Systeme nach Bedarf auszuwählen, anstatt an einen bestimmten Anbieter gebunden zu sein.
Wireless M-Bus ist heute eine der etabliertesten Technologien für die drahtlose Datenerfassung in Gebäuden. Die Kombination aus geringem Energieverbrauch, guter Reichweite, hoher Sicherheit und offenen Standards macht diese Technologie zur ersten Wahl für moderne Gebäudeinstallationen.
Für Gebäudeeigentümer bedeutet dies einfachere Installationen, geringere Kosten und größere Freiheit bei der Wahl zukünftiger Systeme und Anbieter.
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